Social Media in der Praxis (Teil 1): Gigathlon

Ausdauersport und Social Media passen gemäss gängigem Cliché nicht direkt zusammen. In Tat und Wahrheit spielen aber die Möglichkeiten des Webs, vor allem verbunden mit mobilen Anwendungen und Applikationen, eine immer grössere Rolle auch bei der Organisation und Durchführung von Events wie dem Swiss Olympic Gigathlon.

Social Media-Richtung am Gigathlon etwas unklar

Dass man sich im Sportumfeld den Möglichkeiten der Social Networks genau so bedient wie andere Anbieter, Brands und Marketing-Organisationen ist nichts Neues. Auch der populärste Multisport-Anlass der Schweiz präsentiert sich auf Facebook, Twitter, XING oder YouTube. Leider sind hier noch Schwachstellen erkennbar. Zum Beispiel der Youtube-Channel des Gigathlons: der aktuellste Beitrag ist der Streckenbeschrieb der letzten Durchführung im Juli 2011. Trotz einer Unmenge an möglichen Beiträgen, Reportagen und in Bewegtbild festgehaltenen Erlebnissen und Eindrücken ist leider sehr wenig Content vorhanden, deshalb abonniert man diesen Kanal auch nicht. Kontinuität ist das Stichwort, ein Thema oder eine Interessengebiet muss laufend gepflegt und am Leben erhalten werden. Hier verpasst man die Chance die Community näher an sich zu binden und zu vergrössern. Man hat zwar alle passenden Social Networks berücksichtigt, nun fehlt aber die kontinuierliche Bewirtschaftung und die optimale Verbindung/Vernetzung. Mit einer Verbesserung diesbezüglich könnten zum Beispiel auch die Partner und Sponsoren ganzjährig verstärkt integriert und dabei auch näher an den Event gebunden werden. Hoffnung macht der Kommunikationsstart für die Austragung 2012. Die heiss erwartete Bekanntgabe der Strecke erfolgt via Livestream am 5. Oktober. Auf Facebook können während der Informationsveranstaltung direkt Fragen gestellt werden. Sofern die Gigathlon-Organisation nun auch die anderen Channels abgestimmt einbindet und laufend mit spannendem, weiterführendem Content befruchtet kann sich die Sportler-Gemeinschaft freuen. Dann nähmlich beginnt die spektakulärste Reise durch die Schweiz bereits Monate vor dem eigentlichen Start erfolgreich im Internet.

Viele Firmen und Organisationen absolvieren Lehrjahre im Social Media-Zeitalter, warum also nicht auch nicht die Gigathlon-Organisation. Kennt ihr Beispiele aus dem Sport-Event-Umfeld, welche wirklich als „Best Practise“ bezeichnet werden könnten und von welchen die Gigathlon-Organisation noch etwas lernen könnte?

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3 Kommentare

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  1. Stefan Rupp | 5.10.2011 14:42

    Die Gigathlon-Organisatione lernt wirklich schnell! Mit Verweis auf diesen Beitrag habe ich gerade einen Tweet erhalten von der Gigathlon-Organisation mit dem Hinweis dass man unter Hochdruck an der Weiterentwicklung arbeitet. Das verdient ein Kompliment. Ich werde mit Spannung und Freude der Weiterentwicklung folgen.

  2. Stefan Rupp | 4.10.2011 04:36

    Hi Nicole, du triffst den Nagel mit Sicherheit auf den Kopf. Ist ein klassisches Problem vieler Organisationen, welche zwar eine gute Idee hatten und gut gestartet sind, aber den nötigen Aufwand unterschätzt haben den es braucht um die Accounts nachhaltig zu bewirtschaften. Den Olympia-Blog, der ja nicht direkt mit der Gigathlon-Orga zusammenhängt, finde ich ein Klassebeispiel für einen starken Blog. Ab Mittwoch dürfen wir aber gespannnt sein wie sich die Dinge (weiter-) entwickeln werden.

  3. Sportfan Nicole | 3.10.2011 12:08

    Hat vielleicht mit fehlenden Ressourcen zu tun.

    Ich weiss zufällig, dass aber Swiss Olympic selber tiptop und fleissig Social Media betreibt. Zum Beispiel mit dem Olympiablog und seinen interessanten Hintergrundberichten: http://www.swissolympic.ch/olympiablog/.
    Die Facebook Community ist (für Schweizer Verhältnisse) auch gross und wird mit viel Elan betrieben – http://www.facebook.com/swissolympicteam

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