Die 5 grössten Fehler beim Aufsetzen eines CMS

Der grösste Vorteil eines Content Management Systems ist es, dass der Entwickler dem Siteowner eine grösstmögliche Kontrolle über ihre Site geben kann. Dabei können aber zu viele Features verheerende Folgen für die Website haben.

Fehler #1: Überladener WYSIWYG-Editor

Mit diesen WYSIWYG-Editoren können Inhaltsersteller beliebige Seiten ohne HTML-Kenntnisse erstellen. Doch dies kann dazu führen, dass der Ersteller ungewollte Farben und Formatierungen in eine Seite einfügt, so dass das Design der Site komplett über den Haufen geworfen wird. Bei den meisten CMS kann aber sehr genau angegeben werden, welche Features einem normalen Seitenersteller zur Verfügung stehen. Unsere Empfehlung hierbei:

Textformatierung:
Überschriften (H1-H3), Blocksatz, geordnete und ungeordnete Listen, kursive und fette Schrifarten, und ein oder zwei CSS-Klassen für spezielle Auszeichnungen.

Inhaltselemente:
Links, Fileupload, Bilder und Tabellen.

unbedingt zu unterdrücken sind:
Unterstrichener Text, direkte Kontrolle über die Schrift wie Farbe oder Art und Emoticons.

Auf alle Fälle muss von Projekt zu Projekt die Anforderung bezüglich Kontrolle über den Text mit dem Kunden erstellt werden.

Fehler #2: direktes Editieren von CSS und HTML

Jeder kann HTML und CSS erlernen, aber dies gilt generell auch für alle Aspekte im Leben. Wie auch ein Fahrzeughersteller nicht von seinen Endkunden verlangen kann, dass sie die Funktionsweise eines Motors verstehen, sollten Entwickler nicht davon ausgehen, dass der Kunde eine Ahnung von HTML oder CSS hat. Keiner unserer Kunden wollte diese Funktionalität in seinem CMS aufgeschaltet haben, sie überlassen diese Arbeit lieber der AGentur.

Fehler #3: Verwechseln von „bevollmächtigt“ mit „Experte“

Gemäss einer Studie der Harward Universität muss jemand, der sich als Experte bezeichnen will, mindestens 10’000 Stunden oder 10 Jahre sich mit der Materie befasst haben. Während wir Mitarbeiter haben, die schon zehn Jahre und mehr in der Branche arbeiten, haben unsere Kunden meist nur ein paar Stunden mit Programmieren oder CMS verbracht. Daher ist es wichtig, dass der Anbeiter, bzw. der Implementationspartner auch nach Abschluss des Projektes für den Kunden zur Verfügung steht.

Fehler #4: Über das Ziel hinausschiessen

Viele Frustrationen und Verwirrungen seitens der Kunden kommen daher, dass ihnen ein System vorgesetzt wird, mit dem sie schlichtweg überfordert sind. Anstatt sich auf das Wesentliche zu fokussieren, werden möglicht viele Features mit eingebaut, alle Usability-Aspekte über Bord geworfen und anstatt Workflows zu vereinfachen werden diese nur unnötig erschwert. Auch hier ist es wichtig, dass mit dem Kunden genau besprochen wird, was es wirklich braucht und somit auf das Maximum reduziert werden kann.

Fehler #5: Zu denken, dass die Standardeinstellungen des CMS gut sind

Mit den heutigen Top 5 Systemen sind wohl 99% der Kunden überfordert. Kunden brauchen ein CMS, mit denen sie ihren Job machen können, und der Implementator muss dafür sorgen, dass dieser Job möglichst einfach erledigt werden kann. Der Implementator muss den Inhaltsersteller in den Vordergrund setzen und dabei helfen, ihren USP hervorzuheben und mit dem richtigen Tool präsentieren zu können.

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2 Kommentare

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  1. andreas | 1.10.2011 07:50

    Wieso “Blocksatz“ bei WYSIWYG? Was würdet ihr dann empfehlen? Hand Made Siten mit z.b. CushyCMS? LG

  2. Rolf Service | 30.09.2011 10:14

    😀 guter Artikel,
    exakt deswegen ist es oft so, dass nur die Web-Firma vom CMS profitiert, weil die Person die kundenseitig verdonnert wurde, das CMS zu bedienen nach einem 1/2 Jahr fluktuativ das Gebäude verlässt und der neue Inhalt ab da wieder per E-Mail zum Internetanbieter seiner Wahl gereicht wird.
    Dieser kann das ja meist recht flott reinmachen. Weil er das schon mehr als 10’000 Stunden gemacht hat. Der Kunde hat dannach keine Veranlassung das wieder zu inhousen.
    Cheers & Gruss
    Rolf

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