CMS Funktionen die es im Web 2.0 unbedingt braucht. (Teil 2)

Vor 14 Tagen schrieb ich den ersten Artikel über CMS Funktionen, die ein Internet Benutzer von einem modernen CMS erwarten darf. Im heutigen Teil 2 erläutere ich Funktionen, die ein CMS Autor, Publisher und Administrator erwarten darf.

Zur Administration eines CMS gelangt man oft über einen speziellen URL Aufruf. Bei WordPress handelt es sich dabei um das Kommando „http://<domain>/wp-admin„. Bei Typo3 hingegen gelangt man mit dem Aufruf „http://<domain>/typo3„. Einige CMS unterstützen sogar eine verschlüsselte Kommunikation, indem der Administrationszugang nur mittels https Protokoll zugänglich ist. Dies hängt also stark vom einzelnen Content Management System ab.

Administration eines CMS

Die untenstehend aufgelisteten CMS Funktionen stehen nicht jedem CMS Benutzer zur Verfügung, da diese von den jeweiligen Benutzerrechten abhängt. Somit sind wir bereits bei der ersten und wohl einer der wichtigsten Funktion angelangt, nämlich der

  1. Verwaltung von Benutzern, Benutzergruppen und deren Rechte: Benutzer werden Gruppen zugeordnet. Rechte und Ressourcen kann man entweder Gruppen oder einzelnen Benutzern zuordnen. Einzelne Rechte sind ebenfalls konfigurierbar, sodass man diese in Ressourcen zusammenfassen kann.
  2. Mehrsprachigkeit: Der Administrationsbereich sollte in mehreren Sprachen daherkommen, wobei eine Default-Sprache hinterlegt werden muss.
  3. Profileinstellungen: Jeder Benutzer sollte über die Möglichkeit verfügen, persönliche Einstellungen wie Sprache, Theme oder Startfunktion festzulegen.
  4. Mandantenfähigkeit: Dabei ist der Betrieb mehrerer Mandanten in derselben CMS Installation gemeint.
  5. Multi-Site: Dank der Multi-Site Unterstützung können mehrere Websites verwaltet werden, welche unter anderem in einer hierarchischen Beziehung inklusive Vererbung von Strukturen und Inhalt zueinander stehen können.
  6. Globale Inhalte: Text, Dokumente, Bilder, Videos und weitere Informationen, welche über Mandanten und Sites wiederverwendet werden sollen, sind zentral zu bewirtschaften, sodass Redundanzen vermieden werden können.
  7. Bild-, Datei- und Medienverwaltung: Ohne Bilder, Videos, Audios und Dokumente geht heute gar nichts mehr. Dabei ist nicht nur deren Administration gemeint, sondern vor allem auch deren Integration auf Webseiten mittels Standardplayern, -viewern und -renderer. Egal ob es sich dabei um Lightbox für Bilder oder Mediaplayers für Videos und Audios handelt.
  8. WYSIWYG und Drag&Drop: Das Erstellen, Bearbeiten und Verändern von Webseiten soll möglichst intuitiv und effizient erfolgen. Deshalb ist ein WYSIWYG Editor und die Drag & Drop Unterstützung heute unabdingbar.
  9. Freigabe: Ein Workflow-System zur Freigabe von Inhalt ist nicht unbedingt erforderlich, aber eine vergleichbare oder ähnliche Funktionalität schon. Dadurch kann sichergestellt werden, dass nur geprüfter und freigegebener Inhalt publiziert wird.
  10. Terminierung: Die Aufschaltung ganzer Seiten, Seitenstrukturen, aber auch einzelner Seitenelemente muss mit Start und Ende konfigurierbar sein.
  11. Modular: Weitere Module, Komponenten, Extensions oder Plugins (je nach CMS heissen diese unterschiedlich) sollen schnell und einfach installierbar, konfigurierbar und de-installierbar sein. Dabei kann es sich um Erweiterungen wie Newsletter, Produktkatalog, Newsverwaltung, Formulargenerator oder sogar Warenkorb mit Zahlungsanbindung für Online Shops handeln.
  12. Offen: Das System sollte über ein dokumentiertes API verfügen, sodass Drittsysteme Funktionen und Informationen des CMS nutzen können.
Ich bin überzeugt, dass es noch ganze viele weitere nützliche und sinnvolle Funktionen gibt. Ich denke jedoch, dass diese 12 aufgelisteten Funktionen zu jedem Basisumfang eines zeitgerechten CMS gehören.

Kennst Du noch weitere Funktionen, die ein CMS Administrator unbedingt haben sollte? 

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