CMS Funktionen die es im Web 2.0 unbedingt braucht! (Teil 1)

Content Management SystemeDie Liste der heute zur Verfügung stehenden Content Management Systeme (CMS) ist unendlich lang. Trotzdem gibt es immer wieder neue Produkte. Da fragt man sich warum? Nun, wenn man schaut wie rasant sich die neuen Technologien entwickeln, dann könnte dies durchaus auch ein Grund sein, wieso der CMS Markt immer wieder durcheinander gebracht wird.

Wer hätte vor 3 Jahren gedacht, dass bald mehr Internetzugriffe aus Mobilen Geräten erfolgen als von stationären Desktops? Ja, vielleicht Steve Jobs, aber dann folgen wohl nicht mehr viele anderen Namen mehr. Eine solche rasante Entwicklung hat auch Einfluss auf die Anforderungen an Weblösungen und somit indirekt auch auf Content Management Systeme. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um ein open source oder kommerzielles CMS handelt.

Auf keinen Fall darf man die klassischen Funktionen vernachlässigen, die ein Web 2.0 fähiges CMS ausmachen. Tut man dies, können solche als unterdessen „selbstverständlich“ gekennzeichneten Funktionen, eine Implementierung ganz schön teuer machen.

Frontend

Hier handelt es sich vor allem um die Funktionen, welche der Internet Besucher direkt zu spüren kriegt. Diese stehen für mich absolut im Vordergrund.

  1. Browser Unterstützung: Das Ärgerlichste ist eine Webseite, welche nicht korrekt dargestellt wird. Deshalb ist es enorm wichtig, dass ein CMS bereits bei der Gestaltung die gängigsten Browser berücksichtigt!
  2. Geschwindigkeit: Dauert das Laden der Webseite zu lang, so verliert man ganz einfach Benutzer und das will man ja bestimmt nicht. Deshalb ist es wichtig, dass die Ladezeiten einer Webseite testen kann, bevor man eine Seite publiziert!
  3. GEO IP Targeting: Welcher Schweizer will beim Besuch einer Webseite schon z.B. USD als Währung vorgeschlagen erhalten? Nun gut, vielleicht wäre dies zurzeit ein ganz nettes Feature, aber soweit sind CMS in der Tat noch nicht! Also ist es wichtig, dass Content Management Systeme identifizieren können, woher ein Besucher stammt und dann auch die entsprechende korrekte Auswahl (z.B. Sprache oder Währung) trifft. Falls ein CMS dies nicht unterstützt, dann kann man es auch mittels korrekten Webserver Konfiguration umgehen.
  4. Suche: Obwohl Google bestimmt alles finden kann, ist es wichtig, dass die CMS eigene Suchfunktionalität individuell den Benutzerbedürfnissen angepasst werden kann. LIVE Search mit Real-Time Anzeige, srukturierte oder grafische Ergebnisanzeige mit Filter- und Sortiermöglichkeiten sind ein MUSS.
  5. „404 Not Found“: Es ist ärgerlich, wenn eine Seite nicht mehr vorhanden ist, aber noch viel schlimmer ist es, wenn in solchen Fällen eine leere Seite mit einer technischen Fehlermeldung erscheint. Also schaut, dass Euer CMS in der Lage ist entweder statisch oder dynamisch (nach gewissen Kriterien) eine sinnvolle Seite anzuzeigen wie z.B. die Seite zum Suchen!?
  6. Friendly URL: „<meinewebseite>/?seite=abc123&sowieso“ haben zwar keinen negativen Impact auf die Google Suchmaschine (so zumindest zurzeit), aber es sieht wirklich ganz schön scheusschlich aus! Sprechende URLs sind angebracht und haben noch einen ganz netten Nebeneffekt, dass man sich diese auch eher merken kann! Also achtet darauf, dass sprechende URLs sowohl automatisch als auch manuell hinterlegt werden können.
  7. Sitemap: Auch wenn Sitemaps etwas Langweiliges darstellen, bieten Sie den Benutzern eine gute Orientierungshilfe. Schade, dass die meisten CMS immer noch nur text-orientierte Sitemaps anbieten, dabei steht im Zeitalter von HTML5 nichts mehr im Wege auch grafische Sitemaps (z.B. ähnlich wie Mindmaps) anzubieten. Wichtig ist aber weiterhin, dass man aus dem CMS Sitemaps erstellen und konfigurieren kann, welche der Googlebot auch verarbeiten kann.

Im nächsten Teil gehe ich dann vor allem auf die Backend Administration ein. Diese Funktionen sind ausschlaggebend für eine effiziente und sichere Bewirtschaftung der Inhalte, was schlussendlich ein CMS auch so richtig ausmacht!

Welche Erfahrungen hast Du mit CMS gemacht? Welches CMS setzst Du ein und welches war bei Dir das ausschlaggebende Entscheidungskriterium? 

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

7 Kommentare

image description
  1. Bubka | 10.09.2011 14:42

    Also die Liste ist schon sehr allgemein und das ist ja quasi ein Stand von 2004. Sowas kann nun wirklich jedes CMS oder lässt sich einfach einstellen. Sorry, dieser Artikel ist echt etwas sinnlos.

  2. Oli | 9.09.2011 17:45

    Viele Kunden können eine gute von einer schlechten Beratung nicht unterscheiden.

    Ein Problem ist auch, dass der Wissensstand der Auftraggeber oft einige Jahre in Verzug ist. Früher gab es vorwurfsvolle Blicke, wenn man erwähnt hat, dass nur wenige Schriften verwendet werden können. Jetzt, wo man Schriften problemlos einbetten kann, schreiben einem die Kunden Verdana und Arial vor.

  3. Aniello Bove | 9.09.2011 15:20

    Absolut. Es kann nicht genügend darauf hingewiesen werden, dass sich eine fachliche Beratung (egal in welcher Branche) langfristig immer auszahlt. Auch wenn ein Projekt noch so rasch umgesetzt werden soll, sollte nie bei der Analyse und Evaluation eines Tools gespart werden.

  4. Rolf Service | 9.09.2011 14:24

    Ich nehme das nicht als ein informatik-spezifisches Problem wahr. In jeder Branche, in der Projekte umgesetzt werden, welche ebenenübergreifend funktionieren, wird entweder absichtlich oder durch Unkenntnis der Zusammenhänge, versucht Aufträge durch einen vermeintich tieferen Preis „reinzuholen“.
    Wichtig ist es dem Kunden eine Online Kommunikation zur Verfügung zu stellen, welche sich in die bestehenden oder zumindest realistischen Strukturen seiner Unternehmung einbinden lässt und ihm zu einem späteren Zeitpunkt auch die Möglichkeit gibt diese zu erweitern.
    Speziell Kunden die nicht über ein grosses Budget verfügen sind nicht abgeneigt erst mal eine günstige Seite zu erwerben, um diese später mit SEO, Newsletter, Social Media usw. auszubauen.
    Das stossende daran ist, den Kunden im Glauben zu lassen, er habe jetzt für das kleine Geld dasselbe gekriegt, wie für das grosse Geld.

  5. Aniello Bove | 9.09.2011 13:28

    Danke für Eure Inputs!

    @Rolf: Seh ich auch so. Es ist wichtig, dass diese elementaren Funktionen bei der Evaluation nicht vernachlässigt werden.

    @Oli: Du triffst es auf den Punkt! Diesen Spruch („Irgendwie ist alles möglich“) hört man immer wieder von Informatikern. Dass es dabei aber auch irgendwie immer mehr kostet, wird dabei oft ausser Acht gelassen.

  6. Oli | 9.09.2011 11:21

    Grundsätzlich kann man alles bei allen CMS immer irgendwie machen. Es bedeutet einfach immer etwas Aufwand der sich schnell summiert! Viele Agenturen achten auf solche Dinge nur bei der eigenen Website und nicht bei den Kundensites. Das erklärt warum ihr Angebot halb soviel kostet. Der unwissende Auftraggeber bermerkt den Unterschied leider oft gar nicht.

  7. Rolf Service | 9.09.2011 09:01

    Meine Erfahrung ist dass diese Anforderungen bei den gängigsten Systemen entweder Standard oder zumindest einstellbar sind. Joomla zum Beispiel lässt sich auf Knopfdruck so konfigurieren, dass die URLs freundlich werden (url-rewrite). Zum Teil ist es etwas knifflig die .htaccess auf einem IIS richtig anzupassen, aber nach ein paar Versuchen … Bei den meisten Systemen die ich kenne, lässt sich eine Sitemap generieren. Auch als XML-File, die auf dem Server liegt.
    Für die anderen Punkte gibt es zumindest unter Joomla Plugins, Funktionen oder Module, welche mit dem nötigen CSS Know-how, auch in die Seite einfügen.

Kommentar schreiben

Please copy the string mfiQEK to the field below: