UK Riots! – Social Media organisiert „Clean-ups“

Twitter Account promotiong Riot Clean Ups in the UKWir hatten vor längerer Zeit schon einmal ein ähnliches Thema, als es um die Aufstände in Ägypten alias die „Social Media Revolution“ ging: Social Media unterstütz Aufständische dabei, sich zu organisieren und Happenings zu planen. Bei den Krawallen in London kam dieses Thema in sehr negativem Zusammenhang wieder zur Sprache: England liess verlauten, dass die Chaos-Trupps sich blitzschnell über Social Media formieren würden, so dass die Polizei keine Chance habe, sich auf neue Angriffe vorzubereiten. Doch eine neue Idee hat gezeigt, dass Social Media im Moment nicht nur für Chaos sorgt, sondern eine ganz andere Rolle einnehmen kann.

Die Twitternutzung in England stieg in den letzten Tagen rapide an und erreichte einen nie dagewesenen Traffic. Während sich die Aufständischen grösstenteils über Blackberry Chat organisieren und kommunizieren, hat sich der Rest der Bevölkerung Twitter zu Nutze gemacht, und dies auf eine sehr kreative und parktische Art und Weise.

Der neue „Twitter-Hype“ entstand unter dem Namen @riotcleanup und verbreitet sich zurzeit wie ein Lauffeuer, mit bereits über 90’000 Followers. Der Twitter-Account publiziert laufend Orte, an welchen die „Rioters“ tätig waren und fordert die dortige Community auf, sich zum aufräumen zu versammeln. Zusätzlich versucht Ian, der Initiator der Idee, Firmen dazu zu bewegen, Aufräummaterial zu spenden. Die Aktion hat ihr Zuhause unter www.riotcleanup.co.uk/.

Es geht also auch anders. Auch für Aussenstehende lohnt sich ein Blick auf Riot Clean-Up allemal, um zu sehen, wie einfach sich Aufräumtrupps über Social Media formieren und auch wie gross das Bedürfnis der Bevölkerung nach einem einfachen, praktischen Kommunikationskanal ist.

Spannend ist jedoch auch, dass im Gegensatz zu Twitter, Facebook in dieser Krisenzeit noch nicht wirklich punkten konnte. Obwohl Riot Clean-Up auch dort aktiv ist konnte das Netzwerk bisher keinen markanten Nutzeranstieg registrieren. Twitter scheint für solche Aktionen eindeutig praktischer.

Social Media in Krisenzeiten – wo seht ihr die Vor- und Nachteile? Kann man wirklich annehmen, dass Social Media in Zukunft vermehrt in das politische Geschehen eingreifen wird oder ist dies eine komplette Überbewertung der Situation? Welchen Einfluss wird deiner Meinung nach Google+ in Zukunft haben?

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