Amy Winehouse auf Facebook: eine Scheinwelt?

Amy Winehouse: ein Stimmwunder, ein Riesentalent….leider aber seit Jahren auch begleitet von Aussetzern und Eskapaden. Der desaströse Tournee-Auftakt vom 18. Juni in Belgrad führte jetzt zur Absage der verbleibenden Show’s, darunter auch zweier Open-Air-Auftritte in der Schweiz. Wie sind die Reaktionen im Internet, und was am meisten interessiert, wie kommuniziert man seitens der Künstlerin und Veranstalter, z.B. via Social Networks.

Starten wir mit Facebook: Über zwei Millionen Fans hat die Künstlerin dort, und was am meisten überrascht: Only Good News. Seit April ist zwar nicht gerade viel passiert, und letztlich gingen nur noch ein paar Feeds ein mit „Erfolgsmeldungen“. Nicht eine Info seitens Management, Künstlerin, Agent whatsoever betr. der Tourabsage (zumindest nicht bis 21. Juni). Die Kommentare der Fans sind jedoch mehr als eindeutig: Wut, Enttäuschung, Mitleid…..aber auch hier absolut kein Dialog mit den Fans. Wechseln wir mal zu Twitter: Am 20. Juni (2 tage nach dem Konzertflop in Serbien) geht’s um eine neue Single, datiert auf den 18. Juni ist ein Tweet von „beginning rehearsals“, obwohl am gleichen Tag der Tourstart war. Konzertveranstalter Good News wenigstens hat die Info auf seiner Facebook-Page platziert. Für mich persönlich doch eine Enttäuschung in doppelter Hinsicht: Wie kann ein so privilegierter Mensch sein Talent so vergeuden, und warum nützt man nicht die Möglichkeiten der Kommunikation via Social Media, um wenigstens den Dialog mit den treuen Fans aufrechtzuerhalten, in Echtzeit die nötigen Informationen zu liefern statt die Fancommunity sich selbst zu überlassen. Sonst könnten sich die Fans gleich doppelt verschaukelt vorkommen.

Es reicht einfach nicht Facebook, Twitter, Tumblr etc. nur als Einweg-Kommunikation und zusätzlichen Verkaufsförderungskanal einzusetzen. Speziell auch für die Krisenkommunikation sind Social Media Kanäle entweder sehr nützlich (wenn aktiv gepflegt) oder äusserst gefährlich (wenn kein Dialog stattfindet). Würdet Ihr als Management oder Veranstalter nicht auch alles versuchen, die Fans aktiv zu informieren und in die Kommunikation einzubinden?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

2 Kommentare

image description
  1. Stefan Rupp | 22.06.2011 11:04

    Kommunikation ist an sich eine Kunst, die man sich aber zu eigen machen kann. Spontan kommt mir die ITU in den Sinn, die sich in einer ähnlichen Situation mit einem simplen Video, platziert über alle Kanäle, an die Athleten gewandt hat. Das könnte auch das Label, der Tourmanager, Agent etc. machen. Dabei muss man den Künstler nicht noch mehr schädigen (sofern das überhaupt möglich ist in diesem Fall), aber ehrliche Infos liefern.

  2. Jenny Peier | 22.06.2011 11:00

    Ich finde es ganz schwierig, in solchen Situationen zu kommunizieren. Einerseits sollte man den eigenen Künstler nicht angreifen, jedoch so zu tun als sei nix gewesen, ist definitiv keine Lösung.

    Die Fan-Community kann hier wohl nur mit brutaler Ehrlichkeit und Offenheit integriert werden, sonst wirkt die Sache schnell lächerlich. Vielleicht warten bis sie in der nächsten „Rehab“ steckt und dann nach Genesungswünschen fragen? 😉 Oder es gibt einen weiteren Song zur Pleite, als Fortsetzung zu http://youtu.be/5LTPRJqt2z4 😉

Kommentar schreiben

Please copy the string YyapPi to the field below: