Blog image description

Twitter kommerziell einsetzen – Beispiel Dell

twitter-dell-guyTwitter ist im Vormarsch und Firmen setzen immer mehr darauf. Beispielsweise der Hardware-Hersteller Dell, der schon beachtlichen Umsatz direkt durch Twitter erzielt hat. Schauen wir dieses Beispiel hier mal genauer an. Daraus ergeben sich Fragen für Firmen, die jetzt einsteigen wollen.

Übersicht der 32 Dell-Twitter-Accounts
Dell verwendet mehrere Twitter-Accounts. Ich habe 32 gezählt. Auf ihrer Website haben sie eine Übersichtsseite eingerichtet: Dell on Twitter. Diese Accounts sind teilweise moderierte Diskussionen, teilweise automatische Broadcasts der diversen Dell-Blogs.

Frage: veröffentlicht ihr eure Geschäfts-Twitter-Accounts auf eurer Website? Habt ihr auch einen Twitter-Account für euren Firmenblog?

Persönlicher Touch als Plus
Die Weltfirma macht es vor: Kundenbeziehung 2.0 wird persönlich. Auf der Übersichtsseite werden zusätzlich Links zu den Twitter-Accounts der jeweiligen Moderatoren gezeigt. Diese twittern recht frei. Auf die Frage, ob der Account nun geschäftlich/persönlich sei, antwortet @JohnatDell “For me, at least, it’s not brand or personal. It’s brand and personal.”.

Frage: wie persönlich sind eure webbasierten Kundenbeziehungen? Existiert eine Möglichkeit, unkomplizierte Antworten auf “unwichtige” Interessensfragen zu erhalten?

Engagement mit der Leserschaft
Über den Account DellHomeOffers werden spezielle Angebote für Heimanwender veröffentlicht. Vieles läuft automatisch. Zwischendurch manuelle Tweets wie “Twitter! You are the 1st to know about the upcoming Lowest PRICE EVER on the Inspiron 1420 laptops. Chk back Tues 4 more info!” und konkretes Eingehen auf die Folger:

twitter-dell-replies

Frage: bietet ihr alternative Quellen für Angebote und Aktionen wie RSS-Feeds oder Twitter-Accounts? Worin besteht euer Engagement mit euren Beobachtern im Web?

Lohnt sich Twitter denn?
Man sollte sich nicht auf eine bestimmte Web 2.0-Plattform konzentrieren. Es ist aber Zeit, sich mit den Veränderungen im Surfverhalten auseinanderzusetzen. Wir helfen dabei auch gerne. Stellt uns ungeniert Fragen in den Kommentaren oder in Twitter: @INM.

Ein Einsatz dieser neuen Tools hilft auch, das Feeling für das Verhalten im Web 2.0 zu kriegen. Dell hat in den letzten 18 Monaten eine Million Dollar Umsatz direkt durch Twitter eingefahren. Das ist am Gesamtumsatz gemessen noch nicht viel – Twitter hebt aber jetzt erst richtig ab. Und Dell hat Vorsprung.

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

23 Kommentare

image description
  1. Timo65 | 21.02.2011 12:35

    Twittter nutze ich schon lange nicht mehr und ehrlich gesagt, ich fühle mich nicht so als würde ich etwas verpassen oder weniger Umsatz machen ;-).

  2. Lisa | 14.01.2011 13:42

    Twitter ist schon eine interessante Sache und Dell hat es perfekt bewiesen, dass es funktioniert. Ich glaube einfach, dass die meisten Firmen und Unternehmer keine Ahnung haben, wie Sie das Tool “Twitter” richtig einsetzen.

  3. Michael | 4.11.2010 17:22

    Die Diskussion um Twitter ist schon gewaltig. Ich bin mir da auch nicht ganz sicher, welchen Stellenwert Twitter für Firmen hat. Sicher, Dell hat einen riesen Umsatz dank Twitter erwirtschaftet, aber was wurde dafür ausgegeben. In welchem Verhältnis stehen diese Punkt (Einsatz, Zeit – Umsatz)?! Gibt es dazu konkrete Zahlen?

    Der Grund dafür ist ganz einfach. Aus Erfahrung, auch von anderen Unternehmern weiß ich, dass Twitter kaum nennenswerte Erfolge bringt. Einige Besucher am Tag – ja, und hin und wieder ein Käufer. Aber das steht in keinem Verhältnis zum eigenen Einsatz!!!

  4. Lars Heinemann | 21.09.2010 17:02

    Anregungen für eine gute Social Media Strategie von Dell.
    Siehe meinen Blog: SEOMarketing.H

  5. Sam | 16.03.2009 12:46

    Ich frage mich schon, ob Twitter für Firmen, die weniger als sagen wir mal 2000 interessierte Followers haben, etwas bringt. Also mehr bringt als der Aufwand dafür kostet.

    Im Moment ist das für kleinere Firmen in der Schweiz in der Tat noch nicht einfach mögich, solche Followerzahlen zu erreichen – weil einfach noch zu wenige SchweizerInnen Twitter nutzen. Hier gilt eben: wir sind noch mitten in der Pionierphase – Firmen sollten sich bereit machen (generell im sozialen Web von heute).

    Es reicht einfach ÜBERHAUPT nicht mehr, eine schöne Website online zu stellen und zu denken, sie würde die Massen automatisch anziehen!

  6. Annubis | 13.03.2009 20:36

    nun klar ist twitter eine neue technologie aber das sie direkt eine revolution wie brief zu mail ist es sicher nicht. dafür sind es einfach zu wenig zeichen. es ist sicher eine gute sache für news zu erfahren, wie die alten agenturticker.

    auch ist im HRrecruitment sicher eine lösung. so kann man schnell neue mitarbeiter finden. ABER um das wirkungsvoll machen zu können, müssen alle firmen mehrere tausend follower haben und das ist bei kleinen firmen sicher nicht der fall. darum bin ich der überzeugung, das dies nur grossen firmen hilft, die KMU haben dazu einfach nicht den erforderlichen wirkungsgrad.

  7. humancaps | 13.03.2009 17:24

    @sam steiner:

    Ich denke, dass Twecruitment bzw. Twitter generell als Synonym für die Ausrichtung auf die Neuen Medien im Allgemeinen zu sehen ist. Twitter ist nunmal der neueste und derzeit “gehypteste” Dienst seiner Art (insbesondere bzgl. der Echtzeitkommunikation). Gerade der Amoklauf in Winnenden hat durch die Berichterstattung Twitter wieder in den Fokus gesetzt.

    Aber generell würde ich Twitter synonym für die neue Kommunikation über Social-Networks ansehen. Daher habe ich den Begriff “Twecruitment” geschaffen bzw. verwendet.

    Ich beschäftige mich generell mit dem Thema Recruiting im Zshg. mit New Media. Hier könnte ich mir einen weitergehenden Austausch vorstellen. (gerade was ihren Erfolg/ Erfahrungen mit dem Recruiting via Twitter anbelangt.).

  8. Sam Steiner | 13.03.2009 16:16

    Twecruitment – wieder ein solches Wortkonstrukt, das auf eine einzelne Plattform, nämlich Twitter hingeschmiedet wird. Gibt’s dann auch Facruitment auf Facebook?

    Viele machen diesen Fehler, nur eine einzelne Plattform anzusehen und dann solche Schlagworte zu basteln. Aber das Prinzip ist klar: die neuen Plattformen werden die Alten ersetzen.

    Natürlich twittern wir bei INM auch unsere neuen Stellen – wer uns in Twitter folgt (INM in Twitter), wird auch über Jobangebote informiert.

  9. humancaps | 13.03.2009 15:52

    Ich denke, dass es immer mehr Unternehmen werden, die sich mit Twitter auseinandersetzen (werden müssen).
    Jedoch ist es richtig, dass die Unternehmen noch in der Test-Phase sind. Die wenigsten verfolgen derzeit eine ausgereifte Marketing-Strategie. Ein interessanter Aspekt ist auch die Möglichkeit des Recruitments via Twitter. Stellenanzeigen in Echtzeit über Twitter veröffentlichen oder Personalmarketing-Strategien verfolgen.

    Haben Sie sich damit schon einmal beschäftigt?

    Gerne können Sie unter dem folgenden Link mehr dazu erfahren:

    http://www.mediaproverlag.de/pdf/personalintern/2009/ausgabe11_09.pdf

  10. Sam Steiner | 13.03.2009 11:45

    “schlussendlich muss ja nicht jede Firma Twitter einsetzen”

    Absolut korrekt. Es muss auch nicht jede Firma das Internet nutzen. Da ist jede Firma frei – und ehrlich gesagt stosse ich immer wieder auf Firmen, die sich lieber von solchen Dingen fernhalten sollten. Man kann sich die Finger verbrennen, den Ruf ruinieren, wenn man’s ungeschickt anstellt.

  11. councelorZH | 13.03.2009 11:33

    @sam steiner: “Kommerzielle Nutzung muss von den entsprechenden Firmen erfunden werden.”

    Richtig, da sind Firmen wie Ihr gefragt die Anwendungen zu entwickeln und sie den Firmen vorzustellen. Es ist jedoch ein imperativ, dass gerade Firmen wie Ihr die Möglichkeiten erkennt und nicht einfach das Bestehende an den Mann, bzw. Kunden bringt. Abstrakt gesehen ist es für eine Firma vorderhand schwer zu erkennen was Twitter für sie genau bringen kann.

    Als Gegenbeispiel zu dem erwähnten von Dir sind die Medien. Die Anwendungsmöglichkeiten werden zur Zeit fast täglich neu erfunden und getestet. Hier wäre sicher ein Ansatzpunkt um Twitter auch für andere Bereiche einzusetzen.

    Und schlussendlich muss ja nicht jede Firma Twitter einsetzen…

  12. Sam Steiner | 13.03.2009 11:25

    @councelorZH “Die kommerzielle Nutzung muss von den entsprechenden Firmen erfunden werden.”

    Ich bin schon der Meinung, dass dabei auch Hilfe von aussen Sinn macht – wie erwähnt zB von uns. Das ist ja unser Job. Aber es stimmt genau: wenn es fremde Idee aufgedrückt wird, die von der Firma nicht 100% verstanden wird, wird der Twitter-Einsatz nicht zum Ziel führen. Dann gibt’s daraus ein weiteres Beispiel von “Wir haben Twitter getestet und für unnütz befunden”.

  13. councelorZH | 13.03.2009 11:16

    Annubis irrt sich in ein paar wesentlichen Punkten. Wir hatten die Evolution von Brief zu Fax, danach von Fax zu Email. Gleichzeitig hatte sich eine simple Spilerei der Mobilfunkanbieter (damals Swisscom-Monopol) auch genannt SMS den Weg als alternative Kommunikationsform weiterentwickelt.

    Mit Twitter erleben wir gerade einen weiteren Evolutionsschritt in der Kommunikation. Wie dieser aber genau definitv aussehen wird oder sich auch weiter entwickelt, ist noch nicht absehbar. Aber es wäre sträfliche Vernachlässigung, wenn man Twitter in den Bereich des Powerusers wegschiebt und passiv darauf wartet wie es nun weitergeht.

    Twitter wird die Form wie wir miteinander kommunizieren grundlegend verändern. Der Beitrag auf CNN war zwar etwas reisserisch aber trotzdem kann man das Potential erahnen wie auch der Normaluser Twitter benutzen kann. Siehe auch http://tinyurl.com/an7ktp.

    Die kommerzielle Nutzung muss von den entsprechenden Firmen erfunden werden. Wer die nötige Kreativität nicht hat wird am Ende nur noch Zuschauer sein.

  14. Annubis | 13.03.2009 11:06

    @Sam: klar die ersten die mitgemacht haben, werden am meisten profitieren. das ist doch immer so.

    aber du fragst ob die firmen sich langsam daran gewöhnen müsssen in einem web voller ratings,interaktion zu leben – nun diese welt gabs doch schon immer. nur wird unsere welt immer kleiner und alles rückt zusammen. heute dürfen sich die kleinen es nicht erlauben, sich ne schlechte PR zu leisten das würden sie bitter bereuen, aber grosse firmen ist das doch total egal. bestes bsp ist doch microsoft. von vielen total gehasst und doch eines der am weit verbreitesten hersteller von pc produkten. obwohl sie fast halbjährlich x-mio busse zahlen müssen und fast täglich negativ pr erhalten. läuft ihr geschäft gut bis sehr gut.

    darum denke ich für kleine firmen ist das eine chance für die grösseren wirds eine reine spielerei von ein paar technik-geeks sein und auch bleiben.

  15. Sam Steiner | 13.03.2009 10:54

    @Annubis – ich sehe es eher so: wenn die neue Plattform (und wir reden auch von anderen Partizipierplattformen als Twitter) einschlägt, wie eine Bombe, dann werden Firmen wie Dell extrem davon profitieren, dass sie ein Feeling für Web 2.0 aufgebaut haben.

    Dell machte 2008 gesamthaft 61 Milliarden Umsatz – da ist eine Million in der Tat nicht viel (kleine Spielerei). Sie haben aber viel gelernt und ein Team von “Dell Social Media Guys”, die auch sehr schnell auf einer anderen Web 2.0 Plattform eingesetzt werden könnten.

    Denkst du nicht, dass sich Firmen langsam daran gewöhnen müssen, in einem veränderten Web voller Ratings, Interaktionen, Kommentaren sich zu bewegen?

  16. Annubis | 13.03.2009 10:44

    nun twitter mag bestimmt eine gute sache für firmen sein. aber heute noch nicht. ich habe jetzt in den letzten tagen und wochen mit ein haufen deutschen, franzosen spanier italiener geredet und dort ist twitter noch fast unbekannt. und hier liegt glaub auch das problem. solange twitter zu wenig bekannt sind ist es nur eine spielerei der firmen. sind wir doch ehrlich die meisten die jetzt twitter benützen gehören weniger der DAU-Gruppe an mehr den sehr fortgeschrittenen Usern.
    darum jetzt ist es nur eine kleine spielerei – später evtl nützlich für das pflegen der kundenbeziehungen…

Kommentar schreiben

Please copy the string Fc9MP8 to the field below: