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Das Forum – Ist das noch zeitgemäss?

Yves Moret, 30.05.2012 1 Kommentare

Wer sich in den 90ern im Web bewegte, dem kommen Foren noch immer sehr bekannt vor. Nein, sie sind noch nicht ausgestorben. Im Gegenteil, ich denke sie haben gerade in Zeiten von Social Networks ihre Berechtigung. Da sie nie von der Bildfläche verschwanden, kann man ja auch nicht von einem Comeback sprechen. Aus meiner Sicht ist die Frage aus dem Titel also schon beantwortet.  Aber wie komme ich dazu?

Schon seit ich mich mit Computern befasse, suche ich regelmässig verschiedenste Foren auf, um Lösungen für die Probleme des Computeralltags zu lösen. Ihr kennt es ja, von den Herstellern der Soft- und Hardware ist ja nur auf kompliziertem Weg eine Lösung zu erwarten. Was macht man also? Man googelt nach einer Problemlösung.  Das Thema Computeralltag lässt sich beliebig durch andere Themen ersetzen. Autoreparatur, Tipps für den Haushalt, Kochen, Fotografie usw.

Wenn ich also Google nach einer Lösung für meine Probleme frage, stehen die Chancen gut, dass ich in den Suchresultaten einen Link zu einem Forum finde, wo genau dieses Problem behandelt wird. Als User schätze ich es, wenn ich direkt an den Punkt geführt werde, wo ich die Lösung für mein Problem finde und auch gleich von „Leidensgenossen“ erfahre, ob die Lösung was taugt.
Falls noch keine Lösung im Forum steht, finde ich dort zumindest andere Menschen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen und die Chancen stehen gut, dass gemeinsam eine Lösung erarbeitet werden kann und jeder vom Know How des anderen profitieren kann.

Oh, ich hab hier ja ein Social Network beschrieben. Das gibt’s also schon seit Mitte 90er Jahre des letzten Jahrhunderts.  Diesen Charakter des Forums finden wir auch in den Social Networks der Gegenwart wieder, scheinbar ohne das sich die klassischen Foren dadurch konkurrenzieren lassen.

Facebook zeigt relativ wenig Forencharakter.  Es tönt jetzt vielleicht ein wenig schräg, aber ich finde das Konzept von Facebook ist zu wenig sozial um ein gutes Forum zu sein.  Es dreht sich zwar das meiste um soziale Kontakte, aber im Zentrum steht immer der jeweilige User, nicht die Gemeinschaft.

Twitter zeigt da schon mehr Potenzial.  Der Gemeinschaftsgedanke und Wille zur gemeinsamen Problemlösung ist hier um einiges Grösser als bei Facebook.  Was ich im Bezug auf Foren hier hinderlich finde, ist der Umstand, dass die Fragen und Antworten oftmals aus dem Zusammenhalt gerissen werden.  Ausserdem sind 140 Zeichen für Fragen oder Problemlösungen sehr knapp bemessen.

Für mich zeigt eindeutig Google+ den besten Ansatz dazu, einen modernen Ersatz zu Foren zu werden.  Es hat eine ähnliche Userstruktur wie Twitter, aber die genannten Nachteile fallen weg. Das heisst, man hat genug Zeichen für einen halbwegs geraden Satz und die Kommentare werden in Threads zusammengefasst, können einzeln verlinkt werden. Ausserdem kann ich mir Themenbezogene Freundeskreise erstellen, die auch vieles erleichtern.

Wie steht ihr zum Thema Foren? Was macht ihr, wenn ihr auf Know How von anderen angewiesen seid? Wie immer bin ich gepannt auf euer Feedback in allen Kanälen.

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1 Kommentar

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  1. Volker | 6.06.2012 22:08

    Hallo,

    auch ich bin seit Mitte der 90er Jahre mehr oder weniger häufig in Foren unterwegs. Ich fand sie damals gut und heute ebenso.

    Bei Problemen mit dem Computer oder aber bei der Erstellung von Websites, egal was für Fragen aufkamen, ich habe eigentlich immer irgendwo eine Antwort erhalten.

    Das gilt auch für die heutige Zeit. Ich bin regelmäßig (fast jeden Tag) in Reiseforen unterwegs (das hängt auch ein wenig mit meinem Blog zusammen :)).

    Aber ich tummle mich auch in Foto Foren, Internetmarketing Foren und diversen anderen Foren herum.

    Als ich vor kurzem ein paar Probleme mit meinem Auto hatte, war ich Stammleser in einem Auto Forum. Als ich noch mein Aquarium besaß fand ich viele nützliche Infos in Aquarianer Foren.

    Für mich bleiben Foren weiter zeitgemäß und ich werde sie weiter, zumindest als zusätzliche Infoquelle, nutzen.

    Viele Grüße
    Volker

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