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Crowdfunding: Magst du mich? Dann gib mir Geld!

We Made ItCrowdfunding heisst eigentlich “Schwarmfinanzierung”. Der Schwarm besteht aus Gönnern, Fans, Mitglieder einer Community etc. All diese Menschen helfen dann zusammen, ein Projekt zu finanzieren. Als Anreiz wird oft mit einer originellen Entschädigung gelockt. In den USA gibt es bereits diverse erfolgreiche Crowdfunding Plattformen, welche zu finanzierende Projekte vorstellen. Nun sind in der Schweiz die ersten 2 Crowdfunding Plattformen live gegangen:

Wemakeit.ch und 100-Days.net

Vor wenigen Wochen starteten die ersten 2 schweizer  Crowdfunding-Plattformen: Wemakeit.ch und 100-days.net. Hinter Wemakeit steht die Ernst Göhner-Stiftung, das Migros Kulturprozent und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Auf Wemakeit.ch sind momentan mehrere Projekte online. Und zwar aus diversen “Sparten”: Musik, Architektur und Publikationen.

100-days.net wird von Romano Strebel und Christian Klinner betrieben. Jene kreative Köpfe, die vor jahren den erfolgreichen Szenenführer Ron Orp auf die Gasse schickten.

Und, hat’s geklappt?

Ja. Bereits wurden einige Projekte erfolgreich finanziert: Mit Angelina und der Million Dollar Hengst konnte sich eine Theatergruppe ein orignielles Bühnenbild finanzieren. Oder die Band «Death by Chocolate» kam dank Crowdfunding zu ihrem ersten interaktiven Musikvideo!

Beide Plattformen finanzieren sich über Abgaben. Diese betragen umd die 5%. Wemakeit hat einen Business-Plan und möchte in 3 Jahren profitabel sein. Das Team von 100-days.net finanziert sich selber.

Es geht auch ohne Plattform

Es geht aber auch ohne Plattform. Dies bewies der Musiker Christian Fischer aus Rüthi (ZH): Seine Fans halfen mit , die CD für das Künstlerduo Tim & Puma Mimi zu finanzieren. Auf der Website des Labels rief er zur Spendenaktion auf. Und das Originelle daran: Alle, die die CD bis zum 14. März vorbestellten, werden namentlich im Booklet also Co. Producer erwähnt.

Oder ebenfalls ganz aktuell: Der Film Iron Sky, welcher in wenigen Tagen im Kino anläuft, wurde nicht nur von mehreren Produktionsfirmen finanziert, ein Teil der Finanzierung wurde via Crowd Funding generiert. Auf der Webseite Ironsky.net wurde zum Spenden aufgerufen. Dadurch kam fast 1 Mio Euro zusammen, also 8% des Budgets.

Ob mit oder ohne Plattform. Crowdfunding ist in den USA bereits sehr verbreitet. Viele Filme, Musikprojekte und journalistische Reportagen wurde mithilfe von Crowdfunding finanziert. Und auch in der Schweiz wird sich dies durchsetzen und Crowdfunding wird einen festen Platz in diversen Budgetsplanungen finden.

Hier ein Link zu einer Liste mit weiteren Crodfunding-Plattformen: leanderwatting.de.

Und was haltet ihr vom neuen Phänomen “Crowdfunding”?

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6 Kommentare

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  1. Michael | 5.04.2012 23:38

    Kennt jemand eine Fundraising-Plattform, die nicht nur für kulturelle Angebote genutzt wird sondern z.B. für eine Neugründung einer Unternehmung, die einer Alternative zu bestehenden Kartellen ist.

  2. Romano Strebel | 20.03.2012 09:29

    Ob jemand ein Bier oder Drink spendiert, ist natürlich ein Preisunterschied, das sehen wir auch bei 100-days.net so. Doch gebe ich für ein tolles Projekt nicht lieber einen guten Franken mehr? Da freut sich der Projektinitiator, denn er hat dich erreicht mit seiner Idee und du hast Feuer gefangen. Und da freust du dich, denn dein Projekt kommt zügig voran.

  3. Roger | 19.03.2012 11:20

    Da stimme ich Sam zu, einen Dollar gibt mal schnell mal, 15 Franken sind da doch eher viel. Die kleinsten Beträge bei Kickstarter sidn auch meistens ohne Reward (zum Kommentar von Rea Eggli), einen Franken oder evtl 5 Franken gebe ich auch einfach auch mal so, weil das Projekt gut ist.

  4. Rea Eggli | 19.03.2012 10:56

    Lieber Sam
    Bei wemakeit.ch ist der Mindestbeitrag 5 Franken, jedoch müssen die Projektinhaber selber entscheiden, ob Sie mit 5 oder mehr Franken starten wollen bei ihren Dankeschöns. Im Gegensatz zu Amerika kostet bei uns das Bier ja auch einiges mehr:-) Herzlich: Rea

  5. Sam Steiner | 19.03.2012 10:35

    Ich habe auf Kickstarter und 100-days mal erste Projekte “geboostet”. Sehr spannend, was da abgeht.

    CrowdFunding funktioniert aber, weil viele Leute wenig spenden. Also auf ein Bier verzichten für ein Projekt, dessen Macher sie nicht mal kennen. Da hinken die CH-Plattformen noch aus irgendwelchen Gründen (vielleicht weil Adminkosten noch zu hoch sind?). Bei 100-Days ist der Mindestbeitrag CHF 15 (einiges mehr als ein Bier), bei einem solchen Betrag geht man nicht “mal rumstöbern und hie und da mitfinanzieren” – au jeden Fall werden das nicht viele so machen.

    Kickstarter hat minimum $1 Pledges. I need a dollar :-) Einzelne Dollars verteilen fällt wesentlich einfacher als sich zu überlegen, welches Projekt man mit CHF 15 unterstützen will. Bei Kickstarter fangen die Goodies oft bei ca $5 an und sehr viele Pledges sind in dem kleinen Bereich.

    Und dann frage ich mich noch, ob die Schweiz genug gross ist für CrowdFunding – da geben wir den Plattformen aber einfach mal die Zeit, um sich zu beweisen. Ich selbst bin von der Idee begeistert, dass viele Spender Kreatives ermöglichen – statt Banken und Investoren, die danach ein Vielfaches ihres Einsatzes wieder versuchen herauszupressen.

  6. Roger | 19.03.2012 08:09

    Ich habe bisher lediglich Erfahrung mit dem “grossen Bruder” Kickstarter – habe dort in den Improve Everywhere Film und zwei technik Projekte investiert und bin sehr gespannt, wie dass da nun weiter geht. Halte ich grundsätzlich für eine spannende Idee – und wenn die geforderten Beträge bei den CH-Sites nicht zu hoch werden geht das sicherlich auch hier gut.

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