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Social Media-Praxis: Sunrise macht aus einer Krise eine Chance!

Denken wir mal 10 – 15 Jahre zurück und stellen uns vor: Ein Unternehmen hat die (riesigen) Mittel um einen TV-Spot zu produzieren und zu platzieren und bekommt dann eine Absage vom TV-Sender. Was damals ein absoluter Kommunikations-Supergau gewesen wäre für jedes Unternehmen kann im heutigen Internetzeitalter sogar als Chance genützt werden. 

Sunrise gegen SF TV

Aktuelles Beispiel: Das Schweizer Fernsehen lehnte kürzlich einen TV-Spot von Sunrise ab mit der Begründung, man wolle das eigene Kernangebot schützen, nachzulesen u.a. in verschiedenen Titeln wie z.B.  20 Minuten Online oder Persönlich.com. Während vor dem Social Media-Zeitalter vermutlich in der Marketing-Abteilung des betroffenen Unternehmens eine veritable Krise entstanden wäre kann dank der Möglichkeiten von Facebook, Youtube und Twitter der Schaden nun mindestens in Grenzen gehalten werden. Je nach Verlauf ist sogar vorstellbar dass die Wirkung noch grösser ist durch die multimediale, virale Wirkung. Die Verantwortlichen des verschmähten Werbekunden nutzten, zumindest sieht es danach aus, die Situation für eine Alternative und versuch(t)en die Publicity des Entscheides für die eigenen Ziele einzusetzen. Die ohne Absage nie erhaltene Präsenz in allen relevanten Print-, TV- und Radiomedien erziehlte vermutlich innerhalb weniger Tage einen Bekanntheits- und Wahrnehmungsgrad, den die Kampagne am TV vermutlich nicht mal in mehreren Monaten erziehlt hätte. Parallel wurde cross-medial (siehe auch das Bild oben) eine Kampagne aufgefahren, welche auf der Basis des Entscheides die Stärke des Angebotes anpreist. Verbotene/Vergleichende Werbung war also gestern, heute nützt man also die Ohnmacht der Konkurrenz um das eigene Angebot hervorzuheben und gleichzeitig die Konkurrenz zu torpedieren. Wäre in früheren Jahren ein teurer Spot also auf Halde produziert gewesen wird dieser nun in den verschiedenen Social Media-Portalen wie Facebook oder Youtube platziert und gestreut. Klar ersichtlich wird auch hier wieder einmal mehr: nur auf den unternehmensunabhängigen Portalen geht wirklich etwas die Post ab, der User lässt sich halt doch nicht so einfach manipulieren.

Ist es denkbar dass immer mehr solcher Stör-Kampagnen nicht durch Zufall entstehen, sondern bewusst in diese Richtung angedacht werden?

 

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